Arbeitsgericht Nordhausen, Urteil vom 7. Mai 2026 – 3 Ca 1094/25
Quelle: Urteil im Volltext (Landesrecht Thüringen)
Für Berufskraftfahrer, Außendienstler oder Pflegekräfte im ambulanten Dienst ist der Führerschein Voraussetzung für die Arbeit. Was passiert, wenn er entzogen wird? Das Arbeitsgericht Nordhausen hat dazu entschieden.
Was hat das Gericht entschieden?
Der Entzug der Fahrerlaubnis kann eine ordentliche personenbedingte und unter Umständen sogar eine fristlose Kündigung rechtfertigen. Das gilt nicht nur für Berufskraftfahrer, sondern für alle, die ihre vertraglich geschuldete Arbeit ohne Fahrzeug nicht erledigen können. Ob das Fehlverhalten, das zum Entzug geführt hat, während der Arbeit oder privat passiert ist, spielt dabei keine Rolle. Entscheidend ist, wie lange der Führerschein weg ist – die Zeit darf nicht nur unerheblich sein.
Was heißt das für Sie?
- Informieren Sie sich frühzeitig, wie lange der Entzug dauert, und sprechen Sie offen mit Ihrem Arbeitgeber über Überbrückungsmöglichkeiten – etwa Urlaub, Innendienst oder Fahrten durch Kollegen.
- Eine Kündigung ist nicht automatisch wirksam: Es kommt auf die Dauer und darauf an, ob Sie anders eingesetzt werden können.
- Erhalten Sie eine Kündigung, gilt auch hier die Drei-Wochen-Frist für die Kündigungsschutzklage.
Sie haben eine ähnliche Situation?
Jeder Fall ist anders. Rufen Sie mich an unter 0211 9703997 oder schreiben Sie mir über das Kontaktformular – der Erstkontakt ist kostenfrei. Mehr zum Thema finden Sie auf meiner Seite Kündigung.
Dieser Beitrag gibt einen allgemeinen Überblick und ersetzt keine rechtliche Beratung im Einzelfall.